Burgruine Dürnstein

Die Burgruine Dürnstein ist ein international bekanntes Ausflugsziel.
Die Burg wurde von den Kuenringern Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und erlangte durch die Inhaftierung von König Richard Löwenherz eine weitreichende Bekanntheit.

Ruine der Burg Dürnstein
Ruine Dürnstein © KWi

Im 12. Jahrhundert erwarb Azzo von Gobatsburg, der Stammvater der Kuenringer, das Gebiet um die Burg vom damaligen Eigentümer, dem Kloster Tegernsee.
Sein Enkel Hadmar I. erbaute hier die Burg Dürnstein. Die Stadt Dürnstein und die Burg sind durch eine Wehrmauer, eine verlängerte Stadtmauer, verbunden.
Oberhalb der Kapelle lag einst der innere Burghof, darin ein mächtiger Felsblock mit ausgehauenem Felskeller.

Bekanntheit erlangte die Burg Dürnstein dadurch:
Der englische König Richard Löwenherz, kehrte vom dritten Kreuzzug heim und zerriss auf der Rückreise die österreichische Fahne, da er sich weigerte die Kriegsbeute mit Herzog Leopold V. zu teilen. Daraufhin hielt Leopold V. den englischen König in Dürnstein (von Dezember 1192 – März 1193) gefangen.

Zur Unterhaltung durfte der königliche Gefangene fahrende Sänger empfangen. Die überlieferte Sage beschreibt: Der Sänger Blondel, ein getreuer Minnesänger, zog von Burg zu Burg bis er seinen König in Dürnstein entdeckte. Richard Löwenherz wurde danach durch Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen.

Weitere geschichtliche Abläufe:
Im Jahr 1306 wurde erstmals eine Burgkapelle erwähnt.
1588 wurde das Burgschloss durch Streun von Schwarzenau als Festung wiederhergestellt.
1645 eroberten die Schweden in der Endphase des Dreißigjährigen Kriegs auch Dürnstein. Bei ihrem Abzug wurde die Burg Dürnstein durch die Schweden unter General Torstensson gesprengt.

Ab 1662 war die Burg nicht mehr bewohnt.

Heute ist die Ruine Dürnstein ganzjährig frei zugänglich.
Von Dürnstein aus gehend, gibt es einen aus dem Gestein gehauenen Treppenweg.
Wenn man einmal bei der romantischen Ruine angekommen ist, wird jede Besucherin, jeder Besucher mit einem prachtvollen Panoramablick belohnt.
Ein Ausblick auf Dürnstein hinunter, aber auch auf die sich dahinschlängelnde Donau, das Donautal und natürlich auf die schöne Weinlandschaft.

WanderTipp:
Starhembergwarte oberhalb von Dürnstein.
Dürnstein – Burgruine – Starhembergwarte: 1,5 Std. Gehzeit.