Der Donaulimes – die „Römische Mauer“

Das Römische Imperium errichte vor rund 2.000 Jahren eine Art „Römische Mauer“, den „Donaulimes“, und grenzte sich dadurch vom „Land der Barbaren“ ab.
Der Ausdruck „Limes“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet: Grenzanlage

Römer in Mautern © KWi

Diese Abgrenzung hatte eine ähnliche Funktion wie die Chinesische Mauer. Die Römer wollten sich gegen Eindringlinge schützen und somit war die Errichtung derartiger Schutzanlagen eine willkommene Lösung. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert wurde zuerst entlang der Donau mit der Errichtung des Schutzwalls begonnen, wobei diese später bis in den Nahen Osten und sogar nach Nordafrika verlief. Der Donaulimes selbst hatte eine Länge von rund 2.800 Kilometern.

In Österreich hatte dieses Bollwerk eine Länge von 357,5 Kilometern, wobei entlang dieses Streckenabschnitts auch heute noch viele Lager, Kastelle und Wachttürme erhalten blieben.

Darunter befinden sich bekannte Beispiele bzw. beliebte Ausflugsziele wie: Die Römermauern – die Steinmauern einer römischen Siedlung in Mautern, die Reste des Kohortenkastells Cannabiaca in Zeiselmauer, der hufeisenförmige Turm des römischen Reiterlagers (in Augustianis, heute Traismauer) bzw. das Wiener Tor in Traismauer und auch der Römerturm in Tulln (ehemals Comagena).

Die Wohl bekanntesten Reste dieses geschichtsträchtigen Abschnitts befinden sich in Carnuntum, wo einst Kaiser Tiberius ein Legionslager errichten ließ.

Video: „Der Donaulimes in Österreich“

Weitere Informationen: Limes Österreich